| Spaziergang am Sonntag durch die Maisfelder |
| Ich vor einer Kapelle im Westerwald |
Diese Seite ist meinem Hund Anton gewidmet. Aber nicht nur ihm, sondern allen Haustieren dieser Erde, denn sie sind unsere besten Freunde. Das Vertrauen eines Hundes muss man sich nicht erwerben - er wird als Dein Freund geboren. "A Havi Dream" war der Name jener Havaneserzucht im Saarland, in der Anton zur Welt kam.
| Spaziergang am Sonntag durch die Maisfelder |
| Ich vor einer Kapelle im Westerwald |
| Bundesgartenschau 2011 ohne Hunde |
| Gelände der Festung Ehrenbreitstein |
| Vor dem Schloss Koblenz |
| Wasserlandschaft |
| Blumenvielfalt auf der BUGA |
| Wald tut gut! |
| Abends gab es den Sommerhaarschnitt für Motte... |
| ... und mich. |
| Niemand da außer uns drei... |
| Eines der vielen Angus-Rinder |
| Hier eine Gartendeko im Nachbar-Ort. Aber die drei Kameraden waren nur aus Plastik. |
| Da sind Enten, Motte! |
| Rohes Entenfleisch |
| Besser als trockene Astronautenkost ... |
| Wir haben beim Wochenendspaziergang wieder einmal eine verfallene Hütte entdeckt. |
| Felder bis zum Horizont |
Am Sonntag bekamen meine Besitzer dann telefonisch mitgeteilt, dass die Kontrastaufnahme gezeigt habe, dass der Darm durchgängig sei. Damit stehe man wieder am Anfang - ohne Erkenntnisse, warum es mir schlechtginge. Meinen Besitzern wurde empfohlen, keinesfalls zu Besuch zu kommen, da ich weiterhin in der Klinik bleiben müsse und bei einem Besuch der beiden nur geglaubt hätte, dass ich mit nach Hause dürfe. Also saß meine Familie den Sonntag über daheim und sorgte sich tränenreich um mein Leben. Ich hatte jetzt seit 5 Tagen nichts gegessen. Am Montag schleppten sich Frauchen und Herrchen auf ihre Arbeitsstelle und waren in Gedanken bei mir. Es wurden mehrere Blutuntersuchungen gemacht und täglich Ultraschalluntersuchungen. Ununterbrochen lag eine Kanüle in meinem Bein, so dass ich künstlich ernährt werden konnte. Es war eine Qual. Und immer noch nicht war eine Diagnose erfolgt. Am Montag war im Ultraschall zu sehen, dass meine Galle leicht vergrößert war und auch die Bauchspeicheldrüsenwerte waren etwas außerhalb des Normbereiches. Mittlerweile hatten sich alle Ärzte der Klinik mit meinem Fall befasst und erklärten meinen Besitzern, die jeden Morgen und jeden Abend anriefen, dass sie nie einen vergleichbaren Fall gehabt hätten. Am Dienstag durfte ich über Nacht nach Hause und lag dort wie ein Häufchen Elend nur herum. Gott sei Dank mangelte es mir nicht an Durst, so dass ich ganz normal viel trank wie immer. Dies erhielt mich am Leben. Am Mittwochmorgen vor der Arbeit fuhr Frauchen mich wieder den weiten Weg in die Klinik, wo ich erneut an den Tropf gehangen wurde. Man verabredete, dass sie nach Feierabend erneut vorbei kommen solle. Als sie abends dann eintraf, eröffnete man ihr, dass die Blutwerte und auch die Ansicht der Galle wieder im Normbereich seien. Nun sei man Ende mit seinem Latein. Man könne wirklich nicht mehr ausschließen, dass sich vielleicht doch ein Bleistiftsplitter festgesetzt habe. Als Frauchen fragte, welche Möglichkeiten denn bestünden, das herauszufinden, sagte man ihr, dass man zunächst eine Spiegelung der Speiseröhre bis in den Magen machen müsse und wenn dort nichts zu finden sei, wäre der nächste Schritt, meine Bauchdecke zu öffnen, um den Darm abzutasten und die übrigen Organe in Augenschein zu nehmen. Ein Splitter sei auf diesem Wege eher zu finden als mit Ultraschall. Mein Frauchen war sehr verzweifelt und wusste nicht, ob sie mir das in meinem geschwächten Zustand noch zumuten konnte. Sie kämpfte über eine Stunde mit sich und entschied sich dann zu der genannten Maßnahme. Die Ärzte fanden dies am vernünftigsten, denn ein unerkannter Splitter ist nicht nur eine Qual sondern auch lebensgefährlich. Am Mittwochabend wurde ich also dann operiert. Mittlerweile hatte ich seit 8 Tagen nichts gefressen. Als am späten Abend der Anruf zuhause ankam, dass die OP gut überstanden sei, aber dass kein Splitter gefunden wurde, war zum einen zwar die Erleichterung groß, aber die Ungewissheit nach wie vor vorhanden. Mittlerweile lagen bei meinen Besitzern die Nerven blank und sie konnten kaum noch schlafen oder essen. Frauchen sagte, dass ich wie ein Kind für sie sei. Am Donnerstag war Feiertag und am Mittag durften mich meine Besitzer dann endlich aus der Klinik holen. Zuvor hatten sie stundenlang darüber debattiert, ob ich nicht vielleicht merken würde, dass meine Zeit gekommen sei und einfach nicht mehr leben wollte und ob sie diesem Wunsch nicht doch entsprechen sollten, anstatt mich diesem Klinikmarathon auszusetzen. Diese Gedanken äußerten die beiden dann auch bei den Ärzten, aber diese gaben mir eine gute Chance zu überleben, weil noch alle Vitalfunktionen gehen. Man müsse mich nur wieder ans Fressen bekommen. Keinesfalls dürfe man einen 6-jährigen Hund mit normalen Laborwerten aufgeben. Als ich dann aus dem Krankenraum durch den Gang auf die beiden zutrottete, schwer angeschlagen, aber vor Freude schwanzwedelnd, da brach mein Frauchen weinend zusammen vor mir auf die Knie und hat ganz viel Wasser aus den Augen fließen lassen. Ich war ganz eingeschüchtert, aber als wir dann im Auto heimwärts fuhren, wurde ich immer froher und daheim habe ich mich zwischen Herrchen, Frauchen und Motte gekuschelt und wir konnten zum ersten Mal seit Tagen wieder längere Zeit am Stück durchschlafen...
Ich erzähle jetzt den Anfang meiner Krankengeschichte, die noch nicht zu Ende ist und deren Ausgang wir ängstlich beobachten. Alles fing an am Mittwoch, den 25. Mai. Frauchen kam von der Arbeit und sah, dass Motte und ich vom Küchentisch einen Bleistift geklaut und zerbissen hatten. Sie warf die Reststücke in den Müll und vergewisserte sich im Internet, dass es seit 20 Jahren bereits keine giftigen Bleizusätze mehr gibt in den sogenannten Bleistiften. Heutzutage wird dafür Graphit verwendet, welches ungiftig ist. Wir gingen spazieren, als Herrchen heim kam und rasten wie immer durch den Wald. Am Abend verschmähte ich mein Futter. Herrchen und Frauchen waren sehr verwundert, denn das hatte ich noch nie in meinen 6 Lebensjahren getan. Sie trösteten sich aber damit, dass das bei jedem Tier einmal vorkommen könne. „Eventuell hat er sich den Magen verdorben. Morgen wird er schon wieder Appetit haben“, sagten sie zueinander.
Am Donnerstag gingen die beiden wieder zur Arbeit und als es am Abend Futter gab, rührte ich meine Schüssel nicht an. Ich war auch merklich ruhiger als am Vortag. Eine erste echte Sorge stellte sich ein und Frauchen telefonierte mit der Tierärztin, um einen Termin für den nächsten Morgen zu vereinbaren.
Am Freitag in der Tierarztpraxis musste ich leider 1 Tag „stationär“ bleiben, da die Ärztin eine Röntgenaufnahme und Blutuntersuchungen durchführen wollte. Außerdem wollte sie mich vorsichtshalber an eine Infusion hängen, damit ich nicht kraftlos werde und genügend Nährstoffe bekomme. Am Freitagabend erhielt mein besorgtes Frauchen die Auskunft, dass der Darm auf den Röntgenaufnahmen sehr aufgebläht sei und dass man einen Darmverschluss oder zumindest einen Engpass nicht ausschließen könne. Selbstverständlich hatte Frauchen vom Bleistift berichtet, aber die Möglichkeit, dass ein Splitter irgendwo stecken geblieben sei, wurde von der Ärztin als unwahrscheinlich angesehen. Frauchen bekam die Aufgabe, dass sie mir, falls ich bis Sonntag nicht fressen wolle, ein Kontrastmittel einzuflößen hätte, um mich gleich Montagmorgen zum Kontrastmittelröntgen vorbei zu bringen. Damit könne man einen evtl. Darmverschluss erkennen.
Der Samstagmorgen war sehr bedrückt bei uns zuhause, denn ich lag nur in meinem Korb und wandte den Kopf ab, wenn mir jemand etwas zu essen brachte. Bisher war ich ja stets immer sehr verfressen und die Sorge war daher umso größer. Am späten Samstagvormittag ging es mir zunehmend schlechter. Ich wollte mich im hintersten Winkel des Gartens vergraben und verbuddeln. Ich speichelte so stark, dass mir die Speichelfäden aus den Mundwinkeln auf die Erde tropften. Herrchen entdeckte mich so im Garten, packte mich und rannte mit mir ins Haus, um sofort einen Tierarzt zu informieren. Leider erfolgte eine fast 20-minütige erfolglose Umhertelefoniererei auf der Suche nach einem diensthabenden Arzt. Am Wochenende hört man in vielen Praxen nur eine Bandansage und dummerweise bei unserer Ärztin auch keinen Hinweis auf eine Notfallnummer. Frauchen war telefonisch mittlerweile zitternd in der Eifel bei einer Tierklinik gelandet, in der man uns sagte, wir könnten vorbei kommen. Wir rasten ins Auto und fuhren zitternd die 50 km bis zur Klinik. Dort nahm man mich stationär auf, weil es mir sehr, sehr schlecht ging. Herrchen und Frauchen fuhren nach Hause und telefonierten samstags noch zweimal mit der diensthabenden Ärztin, die angefangen hatte, Kontrastaufnahmen zu machen, um einen Darmverschluss auszuschließen. Ich hatte in den letzten Tagen seit meiner letzten Mahlzeit am Dienstag schon abgenommen und sah erbärmlich aus. Zitternd sah ich meinen Besitzern nach, als sie mich verließen und bei den fremden Menschen zurückgelassen haben. Da sollte meine Odysee aber erst beginnen...